Skilanglauf: Gut für Körper und Seele

Skilanglauf

Er fördert die körperliche Fitness, sorgt für Stressabbau und ist ein risikoarmer Wintersport für jedes Alter: Skilanglauf gehört zu den gesündesten Sportarten überhaupt. Dabei kann jeder gemäß seiner individuellen Konstitution und seinem Anspruch die für ihn passende Technik, Geschwindigkeit und das entsprechende Gelände für sich auswählen. Prinzipiell unterscheidet man zwei Varianten des Langlaufs. Bei der klassischen Form ahmt der Läufer natürliche Gehbewegungen nach und schiebt die Skier parallel nebeneinander her. Bei der moderneren und kraftaufwändigeren Variante, dem Skating, gleitet er mit ausscherenden Bewegungen ähnlich wie beim Schlittschuhlaufen durch den Schnee.

Die wichtigsten gesundheitlichen Vorteile des Skilanglaufs:

• Fast der ganze Körper und verschiedenste Muskelgruppen werden beim Skilanglauf beansprucht und trainiert – neben den Beinen vor allem die Arme, der Schultergürtel und der Rumpf.
• Wie andere Ausdauersportarten eignet sich Skilanglauf sehr gut als Herz-Kreislauf-Training, gleichzeitig beginnen die Fettdepots zu schmelzen.
• Durch seine hohe dynamische, aber geringe statische Belastung ist Skilanglauf ausgesprochen gelenkschonend.
• Das Koordinations- und Balancevermögen wird gefördert. Davon profitieren gerade auch ältere Menschen. Dabei ist Skilanglauf ein Sport für alle Altersgruppen.
• Die gleichmäßigen Bewegungen und das Genießen der winterlichen Natur wirken entspannend, dienen dem Stressabbau und machen den Kopf wieder frei.
• Die Verletzungsgefahr beim Skilanglauf ist generell gering, die Geschwindigkeit der Fortbewegung ist gut berechenbar.

Gut vorbereitet starten

Allgemein sollte eine gewisse Grundfitness für den Skilanglauf vorhanden sein. Zur Not kann man sich diese noch einige Wochen vor dem Einstieg in diese Sportart aneignen. Besser ist es allerdings, wenn man sich bereits längerfristig mit Ausdauersportarten wie etwa Radfahren, Joggen oder Nordic Walking beschäftigt hat. Wer sich zum ersten Mal auf Langlaufski stellen will, sollte am besten einen Einsteigerkurs besuchen, um sich die Grundlagen der Technik zeigen zu lassen. So wird vermieden, dass man sich falsche oder unnötige Bewegungen angewöhnt.

Richtige Kleidung

Die richtige Kleidung sollte vor Kälte schützen und wegen der Schweißproduktion atmungsaktiv sein. Empfehlenswert sind mehrere Schichten nach dem „Zwiebelschalenprinzip“. Dabei ist es besser, mehrere dünne, statt wenige dicke Schichten zu wählen, um die eigene Bewegungsfähigkeit nicht unnötig einzuschränken. Als unterste Schicht bewährt hat sich sogenannte Funktions- oder Thermounterwäsche, als Zwischenschicht Fleece. Die äußerste Schicht muss gut isolieren, um das Eindringen von Kälte, Schnee und Feuchtigkeit zu verhindern. Nicht fehlen sollten zudem Handschuhe, Mütze und eine Sonnenbrille.

Nicht überanstrengen

Weil Skilanglauf so leicht erscheint, tendieren vor allem Anfänger dazu, sich zu überanstrengen. Nach dem für jeden Langläufer wichtigen Aufwärmprogramm sollten sie sich deshalb eine Loipe mit einem nicht zu schwierigen Profil aussuchen und zunächst relativ flaches Gelände bevorzugen. Wer leicht aus der Puste kommt, kann durchaus kurze Verschnaufpausen machen. Längere Pausen sind aber zu vermeiden, damit der Körper nicht auskühlt. Besser dann das Tempo reduzieren und in Bewegung bleiben. Wichtig ist es auch, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten und vor allem bei längeren Langlauf-Touren an die Auffrischung der Energiereserven zu denken (z.B. durch ein kohlehydrathaltiges Getränk oder einen Müsliriegel zwischendurch).

Bei chronischen Krankheiten vorher zum Arzt

Skilanglauf kann durchaus auch für Patienten mit einer chronischen Erkrankung geeignet und hilfreich sein. Sie sollten dies aber zuvor mit ihrem Arzt besprechen, um bei Bedarf ihre körperliche Belastbarkeit untersuchen zu lassen und eventuelle Risiken zu vermeiden. Insbesondere gilt das für Menschen mit einem Herz-Kreislauf- oder einem Atemwegsleiden. Eine ärztliche Vorab-Beratung wird außerdem empfohlen, wenn beim Langlauf intensivere Belastungen oder gar ein Wettkampf geplant sind.

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