Grippe-Impfung: Kein Grund zur Beunruhigung

Der Rückruf von zwei Grippeimpfstoffen wegen Qualitätsproblemen hat viele Menschen verunsichert. Sie fragen sich, ob sie sich derzeit überhaupt gegen die Grippe impfen lassen sollen. Das Praxisnetz Warendorfer Ärzte teilt dazu mit, dass in seinem Bereich in der aktuellen Grippesaison ohnehin ein anderer Impfstoff verwendet wird und kein Grund zur Beunruhigung besteht.

Von dem Rückruf betroffen sind in Deutschland mehrere Chargen der Grippeimpfstoffe Begripal® und Fluad® des Schweizer Arzneimittelherstellers Novartis. Bei ihnen sind Ausflockungen möglich, die – zumindest theoretisch – bei damit Geimpften innerhalb weniger Stunden zu allergischen Reaktionen bis hin zu einem Schock führen könnten. Als Risikovorsorge hat das für die Impfstoffzulassung zuständige Paul-Ehrlich-Institut die Freigabe der betroffenen Impfstoff-Chargen deshalb zurückgenommen.

Für den Bereich des Praxisnetzes Warendorfer Ärzte kommt in dieser Grippesaison jedoch ein anderer Impfstoff, nämlich Mutagrip® zum Einsatz – gemäß entsprechender Vereinbarung der Kassenärztlichen Vereinbarung Westfalen-Lippe mit der Herstellerfirma Sanofi Pasteur. Dabei ist weder mit Qualitätsproblemen noch mit Lieferengpässen in dieser Region zu rechnen. Jedenfalls sollten die aktuellen Berichte über zurückgerufene Impfstoffe kein Grund sein, eine geplante Grippeschutzimpfung etwa wieder abzusagen, wie das Praxisnetz betont. Die Impfung ist in aller Regel gut verträglich und schützt vor allem auch vor schweren Folgeerscheinungen einer Influenza (siehe Grippe-Schutz: Wer sollte sich impfen lassen?).

Wer Fragen dazu hat, sollte sie mit seinem Arzt besprechen.